„Dieser imposante Meilenstein ist vor allem ein Verdienst unserer Kolleginnen und Kollegen“, betont Werkleiter Uwe Schwartz. „49 Millionen Fahrzeuge entstehen nicht durch Maschinen allein – sie entstehen durch Kompetenz, Engagement und Teamgeist. Die Menschen in Wolfsburg haben über Jahrzehnte hinweg gezeigt, was es heißt, mit Herzblut, Präzision und Verantwortung Autos zu bauen.“
Aktuell werden am Hauptsitz des Volkswagen Konzerns die Modelle Golf, Tiguan, Tayron und Touran gefertigt, kommendes Jahr kommt mit dem ID.3 das erste Elektroauto auf MEB-Basis hinzu. Bis Ende des Jahrzehnts wird zudem die SSP-Plattform eingerüstet, auf der dann die vollelektrischen Nachfolger des Golf und des T-Roc produziert werden.
Aber zurück in die Gegenwart: Der Jubiläums-Tiguan, der am Samstagmorgen um exakt 04:04 Uhr den Zählpunkt 8 in Halle 8 passierte, ist für einen Kunden oder eine Kundin in Taiwan bestimmt. Doch bevor das Auto in den kommenden Tagen gen Fernost verschifft wird, musste es sich an diesem Donnerstag (12. Februar) noch einmal in Schale werfen - für ein offizielles Erinnerungsfoto mit Beschäftigten, Werkleitung und Betriebsrat in Halle 4. Schließlich feiert man ein Millionen-Jubiläum nicht alle Tage.
Seit Beginn der Fahrzeugproduktion im Dezember 1945 wurden im Werk Wolfsburg mehr als 50 verschiedene Modelle von drei Konzernmarken (Volkswagen, Audi, SEAT) produziert. Mit deutlichem Abstand auf Platz 1 liegt der Golf (21,5 Mio.), gefolgt von Käfer (10,8 Mio.) und Tiguan (3,9 Mio.). Würde man alle 49 Millionen bis heute in Wolfsburg gebauten Fahrzeuge aneinanderreihen, käme man – sofern die Länge eines aktuellen Golf zugrunde legt (4,28 m) - auf eine Gesamtlänge von rund 210.000 Kilometern. Eine Strecke, die auf Höhe des Äquators mehr als fünfmal um die Erde reicht.
Nachdem in den letzten Dezember-Tagen des Jahres 1945 immerhin noch 57 Serienfahrzeuge im Werk Wolfsburg vom Band liefen, stieg das jährliche Produktionsvolumen danach stetig an. 1951 stieß das Stammwerk erstmalig in sechsstellige Sphären vor (100.632), ehe 1964 die bis heute gültige Jahresbestleistung von 958.508 Fahrzeugen aufgestellt wurde. Seit der Jahrtausend-Wende bewegt sich die Produktionszahl, die Corona-Jahre einmal ausgeklammert, zwischen 500.000 und 850.000. Im vergangenen Jahr lag sie bei 577.444 Fahrzeugen.

