GTI-DCC-Fahrwerk. An die hohe Leistung und auf die Performance eines GTI abgestimmt wurde das neu entwickelte Fahrwerk. Ziel war es hier, ein hochpräzises, besonders agiles und dennoch absolut alltagstaugliches Fahrwerkssystem zu entwickeln. Das Grundlayout des GTI-Fahrwerks bilden eine MacPherson-Vorderachse und eine Verbundlenker-Hinterachse. Das Zusammenspiel dieser beiden neuen Achsen ist geprägt durch ein Höchstmaß an Linearität – ein Fahrverhalten, das dem Fahrer ein maximal präzises Feedback vermittelt. Gekoppelt sind beide Achsen im ID. Polo GTI serienmäßig an das elektronisch gesteuerte DCC-System – eine adaptive Regelung der Dämpfer. Perfektioniert wird das Fahrverhalten zudem durch eine ebenfalls serienmäßige Vorderachsquersperre (VAQ), wie sie auch in den Golf GTI Modellen eingesetzt wird. Das Zusammenspiel aller Komponenten ermöglicht im neuen ID. Polo GTI eine außerordentlich große Spreizung zwischen maximaler Sportlichkeit und hohem Komfort. Faszinierend ist zudem die Art und Weise, wie der Kompaktsportwagen in Kurven nahezu spielerisch ein Höchstmaß an Querdynamik erlaubt und meistert. Dadurch bietet der ID. Polo GTI Fahrspaß pur. Für eine optimale Verzögerung sorgt indes das neue One-Box-Bremssystem mit Scheibenbremsen an der Vorder- und Hinterachse. Die Bremse ist ausgesprochen gut dosierbar. Das System ist darüber hinaus sehr leicht und bietet eine effiziente Rekuperationsleistung.
Die MacPherson-Vorderachse im GTI. Vorn kommt im ID. Polo GTI eine MacPherson-Achse zum Einsatz. Perfektioniert werden die Eigenschaften der Achse durch eine steife und optimale Anbindung des Stabilisators an einen Hilfsrahmen. In die MacPherson-Federbeine des GTI integriert: die DCC-Dämpfer. Sie wirken sich mit ihrer innovativen Steuerung ebenso positiv auf die Fahrdynamik wie auf den Fahrkomfort aus. Spezifische Federbeinlager optimieren parallel das Ansprechverhalten. Die Vorderachse wurde zudem über verschiedene weitere Einzelmaßnahmen für den ID. Polo GTI spezifiziert. Hierzu gehören Modifikationen im Bereich der Schwenklager, des Stabilisators, des Bremssystems und der im GTI serienmäßigen Progressivlenkung.
Die Verbundlenker-Hinterachse im GTI. Volkswagen hat die leichte Verbundlenker-Hinterachse ebenfalls aufwendig für ID. Polo GTI spezifiziert. Durch einen eigenen Achskörper wurde die Hinterachse zum Beispiel steifer, das Fahrverhalten dadurch noch präziser. Zudem kommen neben den geregelten DCC-Dämpfern neue GTI-Federn zum Einsatz. Angepasst wurden auch an der Hinterachse die Bremsen. Generell gilt für die Verbundlenker-Hinterachse des ID. Polo, dass Details wie verklebte Gummiunterlagen der Schraubenfedern den Komfort und die Akustik optimieren. Ein passiver Schwingungstilger reduziert zudem niederfrequente Abrollgeräusche im Innenraum. Schräggestellte Achsführungslager mit innovativer Zwei-Komponententechnik reduzieren ebenfalls Geräusche und Vibrationen und sorgen für eine verbesserte Führung der Achse und somit für ein Plus an Fahrstabilität.
Die DCC-Regelung im Detail. Die adaptive Fahrwerksregelung DCC des ID. Polo GTI reagiert permanent auf die Fahrbahn und die Fahrsituation. Über das jeweils eingestellte Fahrprofil – „Eco“, „Comfort“, „Sport“, „Individual“ und „GTI-Modus“ – kann das Fahrwerk individuell vom Fahrer konfiguriert werden. Das Spektrum reicht hier von einer komfortorientierten bis hin zu einer extrem dynamischen Abstimmung. In jedem der Fahrprofile wird für jedes Rad in Sekundenbruchteilen die erforderliche Dämpfung berechnet und an den GTI-Stoßdämpfern eingestellt. Dabei sorgt eine Anpassung der radindividuellen Dämpfung für ein besonders agiles und präzises Handling.
Die VAQ im Detail. Als einziger ID. Polo verfügt der GTI über die elektronisch geregelte Vorderachsquersperre. Im Vergleich zu rein mechanischen Sperren bietet die GTI-Differenzialsperre Vorteile wie einen variablen Sperrgrad – und zwar im Abgleich mit dem elektronischen Stabilisierungsprogramm (ESC) und der elektronischen Differenzialsperre (XDS). Dadurch ist es möglich, negative Einflüsse auf die Lenkpräzision, wie sie bei mechanischen Sperren auftreten, zu vermeiden. Über eine Lamellenkupplung optimiert die Sperre die Traktion und das Handling in schnell gefahrenen Kurven. Der Haupteffekt der Differenzialsperre ist es, dass sie – sobald das kurveninnere Vorderrad des ID. Polo GTI unter Antriebslast das Drehzahlniveau des kurvenäußeren Rads erreicht – das Antriebsdrehmoment asymmetrisch auf beide Vorderräder verteilen kann. Durch die Vorderachsquersperre und ihren Torque-Vectoring-Effekt wird die Traktion perfektioniert, die Performance optimiert und das Handling neutraler.
Ein typischer GTI. Das DCC-Sportfahrwerk des ID. Polo GTI vermittelt im Zusammenspiel mit der sehr hohen Verwindungssteifigkeit der Karosserie von ca. 30.000 N/° (plus 50 Prozent gegenüber dem Polo der Verbrennerwelt), dem Vorderradantrieb über die elektronisch geregelte Differenzialsperre und die serienmäßige Progressivlenkung ein typisches GTI-Fahrgefühl. Dabei ähnelt der elektrische Kompaktsportwagen mit seinem Antriebs- und Fahrverhalten eher einem aktuellen Golf GTI als dem 2026 ausgelaufenen Polo GTI.
