| Fläche: | 83.000 m2 |
| Produktion: | 2021-2025: 22.460 ID.3, |
| Beschäftigte: | 230 (inkl. Dual-Studierenden & Auszubildenden, Stand: 12/2025) |
Volkswagen Sachsen GmbH
Gläserne Manufaktur Dresden
Presse-Basisinformationen
Aktuelle Situation
Nach 24 Jahren ist am 16. Dezember 2025 mit einem roten ID.3 GTX das letzte Fahrzeug in Dresden vom Band gerollt. Ab 2026 wird auf Teilflächen des Gläsernen Manufaktur in Zusammenarbeit mit der TU Dresden ein Innovationscampus errichtet. Volkswagen bleibt Betreiber des Gebäudes und ist mit Marketing- und Vertriebsaktivitäten weiterhin am Standort präsent.
Direkt an der Gläsernen Manufaktur wurde Dresdens größte öffentliche und teils solarbetriebene e-Mobility-Station errichtet. Sie ist seit April 2017 in Betrieb. Auch wurde zwischen Volkswagen Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden eine Kooperation vereinbart. Ziel ist es, Dresden zur Modellstadt für Elektromobilität und Digitalisierung zu entwickeln.
Seit 2017 kooperiert die Gläserne Manufaktur in unterschiedlichen Formaten mit externen Start-Ups und Firmen. Zu Beginn fand die Zusammenarbeit im Rahmen eines Inkubator-Programms zu Mobilitätshemen statt, nun in einzelnen Projekten mit dem Fokus auf Digitalisierungs- und KI-Themen für die Produktion und Logistik. Zudem wurde im März 2018 der „Future Mobility Campus“, in dem Mitarbeiter, Schulklassen und auch Händler fort- und weitergebildet werden, eröffnet.
Die Produktion und neue Geschäftsfelder
In der Gläsernen Manufaktur wurden 14 Jahre lang der Volkswagen Phaeton und der Bentley Flying Spur bis März 2016 gefertigt. Die Neuausrichtung für eine flexibilisierte Manufakturfertigung für verschiedene Modelle wurde vollzogen. Von April 2017 bis Dezember 2020 lief der e-Golf von den Bändern. Damit war die Gläserne Manufaktur der erste Standort der Marke Volkswagen, der vollständig auf Elektromobilität umgestellt wurde. Im Januar 2021 war Start der Serienproduktion des ID.3, die im Dezember 2025 endete. Im Jahr 2025 wurden 6.200 ID.3 gefertigt, das letzte Fahrzeug war ein roter ID.3 GTX mit den Unterschriften aller Mitarbeiter. Er verbleibt am Standort und wird in die Besucherführungen integriert. Nach exakt 165.508 Fahrzeugen endete damit die Produktion am Standort.
Neben der Produktion wurden über die Jahre neue bzw. erweiterte Geschäftsfelder auf- und ausgebaut. So hat der Vertrieb in den vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung erhalten. Bis zu 20 Fahrzeugübergaben an Kunden sind möglich. 2025 wurden rund 3.500 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Nach 2021 mit 4.320 Übergaben war das der zweitstärkste Wert in der Standortgeschichte. Mehr als 95 Prozent der in Dresden ausgelieferten Modelle waren teilweise oder vollständig elektrifiziert. Spitzenreiter sind die in Sachsen gefertigten Modelle ID.3 und ID.4 sowie der ID.7.
Erlebniswelt und Service für Kunden
Einen neuen Weg beschreitet Volkswagen mit einer in die Manufaktur integrierten Erlebniswelt. Hier können sich Interessierte und Kunden über Volkswagen sowie die Themen der E-Mobilität und Digitalisierung informieren. 2025 besuchten 105.000 Besucher die Gläserne Manufaktur. Durch den Auslauf der Fertigung wird 2026 ein Übergangsjahr, in dem sich die Erlebniswelt regelmäßig verändern wird. Neu sind Themeninseln und ein Fertigungserlebnis, um auch ohne Serienfertigung einen möglichst authentischen Einblick in die Faszination Automobilbau zu erzeugen. Dabei werden die bisherigen Montagewerker aktiv in die Führungen eingebunden. Technische Exponate sollen Wissen vermitteln und durch spielerische Komponenten ein interaktives Erlebnis schaffen.
Mit KID.s Touren, Nachhaltigkeitsführungen für Schulklassen oder dem Angebot in einfacher Sprache gibt es ein breites Angebot an Führungsformaten. Ferner werden Probefahrten im ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 und ID. Buzz angeboten. In der Gläsernen Manufaktur können folgende Modelle abgeholt werden: ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 und ID.7 Tourer. Auch die teilelektrifizierten Modelle des Golf, Tiguan, Passat und Tayron sowie alle Varianten des Touareg stehen zur Abholung bereit.
Umweltschutz
Als erster Standort der Marke weltweit begann die Gläserne Manufaktur 2018, ihre Fahrzeuge bilanziell CO2-neutral zu fertigen. Die Stromversorgung ist durch Naturstrom® bereits CO2-frei, was 3.600 Tonnen CO2 pro Jahr einspart. Zusätzlich werden auch die Wärmeversorgung und der Fuhrpark CO2-frei gestellt.
Die Verantwortung für die Umwelt beinhaltet auch die Biodiversität. Schon während der Planung der Gläsernen Manufaktur war der Umweltschutz von zentraler Bedeutung: So wurden rund 56.000 Euro investiert, um 350 Bäume zu pflanzen. Spezielle Natriumdampflampen im Außenbereich arbeiten im gelben Spektralbereich, um die Insekten aus dem nahen Botanischen Garten zu schonen. Ferner wurde die Tiefe des Gebäudekomplexes so ausgelegt, dass der Grundwasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt. Die versiegelte Fläche verringerte sich im Vergleich zum vorherigen Bebauungszustand des Geländes von 6,7 auf 4,8 Hektar.
Konkret engagiert sich auch Volkswagen für Artenvielfalt: Seit Mai 2019 summen bis zu zwölf Bienenvölker mit á rund 50.000 Tieren über das Werksgelände am Großen und Botanischen Garten.
Soziales und kulturelles Engagement
Die Gläserne Manufaktur ist nicht nur Fertigungsstätte und Arbeitgeber. Mit ihrer Lage mitten im Zentrum von Dresden ist sie Teil des sozialen und kulturellen Lebens der Stadt und trägt damit auch Verantwortung für die Zukunft der Region. Die Gläserne Manufaktur möchte den Besuchern das Leben mit Elektromobilität nahbar machen und mit neuen Mobilitätskonzepten und Angeboten die automobile Zukunft der Stadt Dresden mitgestalten.
Dass die Gläserne Manufaktur dabei auch ihrer Verantwortung für die Menschen der Region gerecht wird, findet Ausdruck in der Förderung und Unterstützung zahlreicher Projekte und Aktivitäten, die sich dem sozialen Wohl und der kulturellen Entwicklung widmen. Ein nachhaltiges Zeichen setzen die Beschäftigten etwa mit der Restcent-Aktion. Seit mehr als 18 Jahren spenden sie monatlich die Cents, die auf der Gehaltsabrechnung hinter dem Komma stehen. Mit den daraus erzielten Erlösen unterstützt die Gläserne Manufaktur den Dresdner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche – Sonnenstrahl e.V.
Standortleiter
Dr. Martin Goede stammt aus Hannover und wechselte 2002 in den Volkswagen Konzern. Seitdem arbeitet der promovierte Maschinenbauer im Bereich Produktion & Logistik. Vor seinem Wechsel nach Dresden im Herbst 2022 lag sein thematischer Schwerpunkt auf der Konzeption von künftigen Fabrikkonzepten und der Produktion der Zukunft bei der Marke Volkswagen Pkw. Davor leitete er seit 2011 die Technologieplanung und - entwicklung.
Über die Volkswagen Sachsen GmbH
Mit der Gründung der Volkswagen Sachsen GmbH im Dezember 1990 begann das ehrgeizige Projekt der Volkswagen AG zur Errichtung einer wettbewerbsfähigen Fertigungsstätte für Volkswagen Fahrzeuge und Motoren in einer der traditionsreichsten Automobilbau-Regionen Deutschlands. Neben der vorübergehenden Nutzung vorhandener Einrichtungen an den Standorten Zwickau und Chemnitz, die durch Volkswagen vollständig modernisiert wurden, entstanden zwei neue Fertigungsstätten für den Fahrzeug- und Motorenbau. Die Gläserne Manufaktur Dresden wurde 2001 eröffnet. 2014 erfolgte die Verschmelzung der Automobilmanufaktur Dresden GmbH mit der Volkswagen Sachsen GmbH.
Zur Volkswagen Sachsen GmbH gehören seither das Fahrzeugwerk Zwickau, das Motorenwerk Chemnitz und die Gläserne Manufaktur Dresden. In der Volkswagen Sachsen GmbH sind rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inklusive Volkswagen Bildungsinstitut) beschäftigt. Rund 98 Prozent der Belegschaft verfügen über eine abgeschlossene fachspezifische Berufsausbildung bzw. einen Meister-, Hochschul- oder universitären Abschluss. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 45 Jahren und der Frauenanteil bei gegenwärtig 12,5 Prozent.
Danny Auerswald ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH und verantwortet die Bereiche Technik und Logistik. Zur Geschäftsführung gehören Prof. Thomas Edig (Personal und Organisation) und Dr. Jochen Rahmfeld (Finanz und Controlling).
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