Antriebsaufbau und Komponenten. Der Mission Efficiency besitzt einen elektrischen Frontantrieb. Das Herz dieses Antriebs ist die E-Maschine des Typs APP290 – eine permanenterregte Synchronmaschine. Der Motor selbst ist klein und mit 75 kg sehr leicht – ideal für die Studie. An das Motorgehäuse angeflanscht ist ein 1-Gang-Getriebe mit einer angepassten Ölkühlung und einer längeren Übersetzung. Zum Einsatz kommt im Mission Efficiency die 99-kW-Version (135 PS) der E-Maschine und damit die aktuell mittlere Leistungsstufe des ID. Polo. Die Maschine entwickelt ein Drehmomentmaximum von 264 Nm und eine höchste Drehzahl von 13.000 U/min. Gekoppelt ist sie an die 54,9-kWh-Hochvolt-Batterie (netto).
Neuer Pulswechselrichter als Koordinator. Der erstmals mit dem ID. Polo vorgestellte und nun auch im Mission Efficiency eingesetzte Pulswechselrichter koordiniert die Leistungs- und Drehmomententwicklung sowie die Rekuperation des Antriebs. Zudem wandelt diese Leistungselektronik den Gleichstrom der Batterie (DC) in den von der E-Maschine benötigten Wechselstrom (AC) um. Der neue Pulswechselrichter ist ein von Volkswagen entwickeltes Modul, das die Effizienz erhöht und damit den Verbrauch senkt. Zu den weiteren Komponenten des kompakt im Vorderwagen integrierten Antriebs gehören unter anderem die AC- und DC-Ladebuchse, das Ladegerät und ein elektrischer Klimakompressor als wichtiges Bauteil des Thermomanagements.
Natürliches Kältemittel. Der Mission Efficiency hat eine in die Klimaanlage integrierte Wärmepumpe an Bord. Letztere senkt bei kalten Außentemperaturen den Energieverbrauch des Heizsystems. Die Klimaanlage und Wärmepumpe werden mit dem natürlichen Kältemittel R744 betrieben. Volkswagen ist der einzige Automobilhersteller weltweit, der bereits eine Wärmepumpe mit einem natürlichen Kältemittel für den Serieneinsatz entwickelt hat und bereitet damit konsequent den Weg für den Einsatz PFAS-freier Kältemittel vor.
Effiziente Einheitszelle. Zwischen der Vorder- und Hinterachse befindet sich im Fahrzeugboden das flache Lithium-Ionen-Batteriesystem des Mission Efficiency: die Einheitszelle. Sie ist eine Neuentwicklung des Volkswagen Konzerns und seines Tochterunternehmens PowerCo, die in der Serie bereits im MEB+ mit Frontantrieb angeboten wird. Für das neue Batteriesystem kommt die Cell-to-Pack-Technologie zum Einsatz, bei der die Zellen ohne den Zwischenschritt über Modulgehäuse direkt zu einem Batteriepack zusammengeführt werden. Drei dieser Batteriepacks bilden den Energiespeicher im Batteriesystem. Dessen Gehäuse verstärkt parallel die Karosseriestruktur des Rekordfahrzeugs. An Bord des Mission Efficiency kommt die Batterie mit einem Energiegehalt von 54,9 kWh (netto) als Nickel-Mangan-Kobalt-Variante (NMC) mit einer sehr hohen Energiedichte zum Einsatz. Die AC-Ladeleistung beträgt 11 kW. An DC-Schnellladesäulen – wie während der Rekordfahrt von Wolfsburg nach Wien – wurde die die Batterie mit einer Leistung von bis zu 105 kW nur einmal geladen. Die im Mission Efficiency eingesetzte Batterie entspricht der serienmäßigen Batterie des neuen ID. Polo; es wurde lediglich per Software die maximal nutzbare Energiemenge um 2,9 kWh erhöht.
