Minimalismus, Leichtbau und optimale Nutzbarkeit. Das Interieur des Mission Efficiency wurde komplett neu entwickelt. Passend zum Charakter eines puren Effizienzfahrzeugs setzte das Team dabei auf Leichtbau und Minimalismus. Da das Interieur der neuen Volkswagen Designsprache „Pure Positive“ folgt, entstand ein klar gestalteter, übersichtlicher und wohnlicher Innenraum, bei dem jedes Detail ergonomisch und optisch perfekt angeordnet ist. Übernommen wurde vom ID. Polo das Multifunktionslenkrad mit einem neuen Bezugsmaterial, die beiden Lenkstockhebel sowie die Bedieninsel für das Licht und der Lautstärkeregler. Letzterer ist zusammen mit den Tasten für die Fensterheber, der Spiegeleinstellung und dem Klimabedienteil in einer optisch freischwebenden Mittelkonsole untergebracht. Hier integriert wurden zudem ein Ablagenetz für Smartphones und zwei USB-C-Schnittstellen. Als eine umlaufende und optisch ebenfalls frei schwebende Fläche wurde das wohnlich designte Leichtbau-Dashboard ausgeführt. Es wird stilistisch bis in die Türen weitergeführt.
Sitze, Materialien und Kreislauffähigkeit. Zur Realisierung der Anforderungen an das Konzeptfahrzeug flossen viele Themen der Vorentwicklung in den Mission Efficiency ein. Auffallend dabei im Innenraum sind die schlanken Sportsitze für Fahrer und Beifahrer. Im Fokus stehen hier offene Strukturen als konstruktive Verbindung von Ästhetik und Funktion. Insbesondere die transparent und ergonomisch ausgeführten Kopfstützen sind ein Blickfang: Während die Mitte komplett offen ist, bilden die seitlichen Flächen eine leichte Gitterstruktur aus dreidimensionalen Dreiecksmustern. Die 3D-Struktur besteht aus einem inhouse gedruckten elastischen Kunststoff (TPU, thermoplastisches Polyurethan), wie er auch im Bereich hochwertiger Sportschuhe verwendet wird. Das Material bietet im Bereich der Kopfstütze einen angenehmen Komfort, visualisiert zudem technische Avantgarde und ist vollständig recyclebar. In die Kopfstützen integriert ist ein Ambientelicht. Haptisch und optisch angenehm: die Bezüge der aus nur zwei Elementen gefertigten Sitzauflagen. In dieses Bild fügen sich die „stromlosen“ Türverkleidungen ein: Da sie keine elektrischen Bauteile wie Lautsprecher, Ambientelicht, Fensterheber oder Spiegeleinstellung aufweisen, sind sie vollständig und in einem Stück recyclebar. Selbst der Boden im Innenraum zeigt einen neuen Ansatz: Er besteht aus einem leichten Verbundstoff. In dieses Material sind rutschfeste Gumminoppen integriert, sodass die ansonsten separaten Fußmatten zu einem funktionalen Bestandteil des Innenbodens werden. Für eine hohe Alltagstauglichkeit kann die zweigeteilte Lehne der neu konzipierten Rücksitzbank umgeklappt werden. Dadurch erschließt sich ein Laderaum, der mit einer Länge von 1,80 m auch für größere Transportaufgaben eingesetzt werden kann. In der Grundkonfiguration fasst er – bis zur Höhe der Rücksitze beladen – 481 Liter. Unter der Rücksitzbank wurden zwei weitere kleine Stauboxen (2 x 4 Liter) integriert. Last but not least gibt es zwei zusätzliche Fächer hinter den seitlichen Karosserieverkleidungen der Hinterräder mit einem Volumen von 2 x 16 Litern.
Sound und Infotainment zum Mitnehmen. Weiterhin beruht der im Interieur realisierte Minimalismus auf der Frage, welche Features bei einer Reise zwingend gebraucht werden und was dagegen entfallen kann. Dazu einige Beispiele: Fest eingebaute Lautsprecher entfielen zugunsten einer mobilen Bluetooth-Box. Eine flexibel im Fahrzeug integrierbare Taschenlampe ersetzt das Ambientelicht. Beide Geräte bringen ihre eigene Batterie mit an Bord und belasten somit nicht zusätzlich die Fahrzeugbatterie. Die Türen gewinnen ohne fest eingebaute Lautsprecher zudem an Stauraum. Eher mit einem Augenzwinkern als Verweis auf die Langstreckeneigenschaften des Marathon-E-Fahrzeugs zu sehen sind die drei Getränkehalter für Energydrinks. Eine mechanische Klemmschiene und ein Device-Halter aus dem 3D-Drucker ermöglichen es indes, ein Smartphone oder Tablet sowie die Taschenlampe an mehreren Positionen des Cockpits einzusetzen. Der Aufbau ist so konzipiert, dass sich die potenziellen Besitzer eines solchen Fahrzeugs per 3D-Drucker ihre eigene ganz spezifische Device-Lösung herstellen könnten. Unter dem Motto „Bring your own device“ werden die Infotainmentfunktionen – etwa die Navigation und die Mediathek – dabei im eigenen Smartphone oder Tablet dargestellt. Alle grundlegenden Fahrfunktionen sowie die Klimasteuerung und Klimaanzeige über ein kleines separates E-Paper Display sind auch ohne mobiles Gerät verfügbar.
