- Hebmüller Cabrio von 1950 und das letztgebaute Käfer Cabrio von 1980 – ein Zusammentreffen zweier Meilensteine
- Großes Käfer-Stelldichein am 1. Mai auf dem Messegelände in Hannover
Es ist eine Zeitreise in der deutschen Automobilgeschichte, die die Gegensätze kaum stärker betonen könnte: Auf dem diesjährigen MaiKäferTreffen am 1. Mai auf dem Messegelände in Hannover präsentiert Volkswagen Classic eine seltene Gegenüberstellung zweier Ikonen. Mit dem Hebmüller Cabriolet von 1950 und dem letztgebauten Käfer 1303 Cabriolet von 1980 treffen der exklusive Ursprung und das perfektionierte Finale der offenen Käfer-Ära direkt aufeinander.
„Es geht hier nicht nur um Blech und Motoren“, so Michael Winkler, Sprecher Volkswagen Classic, der beide Ikonen auf dem MaiKäfer Treffen präsentiert.
„Es geht vielmehr um den Beweis, dass eine gute Idee über Generationen hinweg wachsen kann, ohne ihren Kern zu verlieren. Der Hebmüller ist der seltene Traum, mit dem alles begann. Das 1303er Cabrio hat den Wunsch erfüllt und zum Bestandteil des Alltags gemacht.“
Der rare Roadster-Traum: Hebmüller Cabrio von 1950
Der Hebmüller (Typ 14A) gilt unter Kennern als „Blaue Mauritius“. Mit seinem fließenden Heck und der eleganten Zweisitzer-Silhouette verkörpert er den Aufbruch der frühen Nachkriegsjahre. Mit nur 25 PS und dem unsynchronisierten Getriebe zeigt er die puristische, fast zerbrechliche Eleganz der frühen 50er Jahre. Doch die Geschichte des Typ 14A ist so dramatisch wie kurz: Nach nur 696 produzierten Einheiten zerstörte ein verheerender Großbrand im Jahr 1949 weite Teile der Produktionsstätten der Karosseriefabrik in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen). Der Hebmüller blieb ein rares Fragment – ein „Was wäre, wenn“ der Automobilgeschichte.
Der perfektionierte Klassiker: Käfer 1303 Cabrio von 1980
30 Jahre später markiert das letztgebaute Käfer 1303 Cabriolet den technischen und emotionalen Höhepunkt der Baureihe. Während die Welt bereits den Golf feierte, hielten die Karosseriebauer bei Karmann in Osnabrück am luftgekühlten Boxer fest und entwickelten ihn zur Perfektion. Mit der markanten Panorama-Windschutzscheibe, dem modernen McPherson-Federbein-Fahrwerk und Sicherheitsfeatures wie Scheibenbremsen, Sicherheitsgurten und einer beheizbaren Glasheckscheibe war der 1303 der „beste Käfer aller Zeiten“.
Am 10. Januar 1980 verließ dieses letzte Exemplar die Werkshallen und beendete damit eine Ära, die den Käfer vom einfachen „Volks-Wagen“ zum klassenlosen Kultobjekt gemacht hatte.
„30 Jahre Altersunterschied, eine Seele“ – Ein Vergleich der Gegensätze
Die beiden Fahrzeuge verdeutlichen, wie sich das Konzept des luftgekühlten Boxermotors über die Generationen hinweg vom handgefertigten Luxusgut zum technisch ausgereiften Kultobjekt wandelte. Die Besucher sind herzlich eingeladen, die Details – vom flachen Roadster-Heck bis zur modernen Technik der letzten
Serie – aus nächster Nähe zu vergleichen und in die Geschichte der „Lufthoheit“ einzutauchen.
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