Dirk Voigt und sein Team aus Produktion und IT haben eine große Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass künftig Daten aus sämtlichen Fabriken des Volkswagen Konzerns in einer leistungsstarken Daten-Plattform zusammenfließen, der Digitalen Produktionsplattform DPP. Nach und nach binden sie die Werke ein.
Insgesamt verfügt das Unternehmen über mehr als 120 Produktionsstandorte weltweit, die Teil der großen Industrial Cloud werden sollen. Der Vorteil: Je mehr Informationen von Maschinen, Anlagen und Systemen zur Verfügung stehen, desto effizienter können die Fabriken ihre Produktion organisieren. Seit Beginn der Corona-Pandemie steht das Team jedoch vor einem Problem: Dienstreisen sind tabu. Die Experten können die Werke, die sie in die Cloud holen, nicht betreten.
Die Aufholjagd beginnt in Hannover
Als die Corona-Krise Anfang 2020 beginnt, haben die Spezialisten aus den Bereichen Produktionsstrategie und Konzern-IT gerade Werk Nummer 4 angebunden, die Fabrik im portugiesischen Palmela. Fünf Reisen liegen hinter ihnen, um den komplexen Onboarding-Prozess zu organisieren. 14 weitere Standorte sollen bis Jahresende folgen. „Zuerst dachten wir: Wir unterbrechen unsere Arbeit für ein paar Wochen und starten dann die Aufholjagd“, erinnert sich Voigt. Doch schnell wird klar: Daraus wird nichts. Aus der Not heraus entwickeln die Experten neue Lösungen: Sie digitalisieren sämtliche Schulungen, entwickeln spezielle Tools für die System-Prüfungen aus der Ferne und standardisieren den Datentransfer des Onboarding-Prozesses, sodass sie weitere Werke aus dem Homeoffice einbinden können. Und all das unter Berücksichtigung strenger Sicherheitsstandards.